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Chatdok-Herz beim Future DiGA Summit: KI, Evidenz und die Zukunft digitaler Gesundheitsanwendungen

ChatDok Clinical Editorial16. Dez. 2025 3 min Lesezeit
Chatdok-Herz beim Future DiGA Summit: KI, Evidenz und die Zukunft digitaler Gesundheitsanwendungen

Fünf Jahre nach der Einführung Digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) in der gesetzlichen Gesundheitsversorgung richtete der Future DiGA Summit in Berlin den Blick auf die nächste Entwicklungsphase der digitalen Medizin.

Fünf Jahre nach der Einführung Digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) in der gesetzlichen Gesundheitsversorgung richtete der Future DiGA Summit in Berlin den Blick auf die nächste Entwicklungsphase der digitalen Medizin.

Die Veranstaltung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) fand am 15. Dezember 2025 statt und brachte Akteure aus Gesundheitswesen, Politik, Regulierung, Forschung und Innovation zusammen. Ein besonderer Fokus lag auf der Frage, wie künstliche Intelligenz die digitale Gesundheitsversorgung weiterentwickeln kann. Im Rahmen des Summits organisierte das Innovationsbüro des BfArM den Pitch „Innovate Future Health – KI@DiGA“, bei dem ausgewählte Konzepte für den Einsatz von KI in DiGA vorgestellt wurden.

Mit Chatdok-Herz war auch eine Perspektive vertreten, die sich auf KI-gestützte Unterstützung für Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen konzentriert.

Wo KI auf digitale Gesundheitsversorgung trifft

Die Entwicklung der DiGA hat gezeigt, wie digitale Technologien zu einem Bestandteil der regulären Gesundheitsversorgung werden können. Die nächste Frage lautet: Wie kann KI diese Anwendungen personalisierter, responsiver und medizinisch relevanter machen?

Gerade bei chronischen Erkrankungen ist das von Bedeutung. Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln sich nicht nach dem Zeitplan ärztlicher Termine. Veränderungen können zwischen zwei Konsultationen auftreten – beispielsweise bei Symptomen, Verhalten oder dem allgemeinen Gesundheitszustand.

KI kann dabei helfen, digitale Gesundheitslösungen besser an diese Realität anzupassen. Sie kann relevante Muster erkennen, das Selbstmanagement unterstützen und Patientinnen und Patienten kontinuierlich durch ihren Versorgungsprozess begleiten.

Technologische Leistungsfähigkeit allein reicht jedoch nicht aus.

Evidenz bleibt entscheidend

Je stärker KI in digitale Gesundheitsanwendungen integriert wird, desto wichtiger bleiben Evidenz, Sicherheit und ein nachweisbarer Nutzen für die Versorgung.

Das DiGA-Verfahren des BfArM berücksichtigt unter anderem Sicherheit, medizinische Qualität, Datenschutz, Interoperabilität und den Nachweis positiver Versorgungseffekte.

Für KI-basierte Anwendungen gewinnen diese Grundsätze zusätzlich an Bedeutung. Personalisierung sollte einem klaren medizinischen Zweck dienen. Automatisierte Empfehlungen benötigen geeignete Sicherheitsmechanismen. Und sowohl Patientinnen und Patienten als auch medizinische Fachkräfte müssen die Rolle und die Grenzen der Technologie verstehen können.

Chatdok-Herz verfolgt diesen Ansatz, indem KI als Unterstützung für Patientinnen und Patienten und als Ergänzung zur medizinischen Versorgung verstanden wird – nicht als Ersatz für ärztliche Expertise.

Der Blick auf die nächsten fünf Jahre

Der Future DiGA Summit machte einen wichtigen Wandel in der digitalen Gesundheitsversorgung deutlich. DiGA haben sich von einem neuen Versorgungskonzept zu einem etablierten Bestandteil entwickelt. Gleichzeitig eröffnet KI neue Möglichkeiten für die Gestaltung und Weiterentwicklung digitaler Interventionen. Auch das Bundesministerium für Gesundheit sieht in der Verbindung von DiGA und KI weiteres Entwicklungspotenzial.

Jetzt kommt es darauf an, diese Grundlage verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.

Für Chatdok liegt die Zukunft digitaler Gesundheitsanwendungen nicht darin, bestehende Lösungen einfach um KI zu ergänzen. Entscheidend ist vielmehr, KI dort einzusetzen, wo sie einen konkreten medizinischen Nutzen schaffen kann: für kontinuierlichere Versorgung, individuellere Unterstützung und ein besseres Management chronischer Erkrankungen zwischen den klassischen Versorgungskontakten.

Die nächste Phase der DiGA wird deshalb von mehr als Technologie geprägt sein. Evidenz, verantwortungsvolle Innovation und die Zusammenarbeit von Gesundheitswesen, Regulierung und Technologie werden entscheidend dafür sein, welchen Beitrag KI zur besseren Versorgung leisten kann.

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